„Flexibilität ist angesagt“ – Zielgruppenorientierte Sprache & Methoden – Erkenntnisse aus dem letzten Webinar

Worauf ist zu achten, wenn wir mit Zukunftswerkstätten unterschiedliche Zielgruppen ansprechen? Dieser Frage widmeten wir uns im Webinar am 14. April 2026 – diesmal leider in kleiner Runde.

Frank Labatz vom Institut für Soziale Kompetenz machte in seinem Input deutlich, dass unterschiedliche Gruppen allein mit den Begriffen „Zukunft“ und „Werkstatt“ unterschiedliche Assoziationen verbinden – und damit auch mit weiteren verwendeten Begriffen wie Phantasie oder Utopie. Er plädierte für eine flexible Anwendung des Drei-Phasen-Modells der Zukunftswerkstatt – sowohl hinsichtlich Schwerpunktsetzung als auch hinsichtlich zeitlicher Planung. In seinem Input stellte Frank eine Fülle an unterschiedlichen Werkzeugen und Tools vor, die er je nach Zielgruppe variiert. Zielgruppenabhängig variieren auch Moderation und Sprache sowie die Gestaltung des Ablaufs. Es sei wichtig, den Teilnehmenden einen Zugang zu Methoden zu schaffen und dass diese wissen und verstehen, was passiert. Mehr siehe Folien

Im zweiten Input berichteten Carmen Bayer und Hans Holzinger von der Robert-Jungk-Bibliothek aus ihren Erfahrungen mit unterschiedlichen Zielgruppen. Hans stellte zwei Zukunftswerkstätten mit der Stadt Salzburg vor, die die beiden 2024 und 2025 durchgeführt haben. Zielgruppen waren Verwaltungsbedienstete und Mitarbeiter:innen von Sozialträgerorganisationen. Die klare Benennung der Ausgangslage bzw. Motivation zur Zukunftswerkstatt sowie die kurze Erklärung der drei Phasen bereits in der Einladung sei wichtig. Dass auch mit Menschen aus der Verwaltung kreativitätsanregende Tools verwendet werden können, sei eine schöne Erfahrung gewesen. Carmen betonte das Achten auf das zielgruppengerechte „Wording“ bereits in der Einladung, die Anpassung der Kreativmethoden an die Zielgruppe – mit dem Mut sich durchaus etwas zu trauen. Zu klären sei auch, ob der Kritikphase eine Erhebung der Stärken bzw. Errungenschaften der Organisation, mit der gearbeitet wird, vorangestellt werden soll – mit Vor- und Nachteilen. Mehr siehe Folien

In der Diskussion wurden u. a. die flexible Herangehensweise an die Zukunftswerkstatt sowie die Bedeutung des Positiv-Formulierens der Kritikpunkte vertiefend besprochen. Dieses Wenden mit der Sprache sei wesentlich, um die Phase des Kritisierens hinter sich zu lassen und frei zu werden für das Positive.

Im nächsten Webinar geht es um Zukunftswerkstätten mit Großgruppen (9.Juni 2026)


Eine Antwort zu „„Flexibilität ist angesagt“ – Zielgruppenorientierte Sprache & Methoden – Erkenntnisse aus dem letzten Webinar“

  1. Avatar von Frercks Hartwig TMS Coaching
    Frercks Hartwig TMS Coaching

    Klasse. Vielen Dank für die Präsentationen. Grüße, Frercks

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