Im Webinar zum Thema „Tabus in der Öffentlichen Verwaltung“ referierte Olivia Jonas, systemischer Coach und Moderatorin von Zukunftswerkstätten, über neue Herausforderungen, denen sich nicht nur unsere Gesellschaft insgesamt, sondern auch die Verwaltung stellen müsse. Dazu zähle der Umgang mit Unsicherheit und Komplexität sowie die Fähigkeit, in Optionen bzw. Szenarien zu denken. Es reiche nicht, sich durch externe Beratung unterstützen zu lassen, die Teams in der Verwaltung selbst seien angehalten, Neuland zu betreten und offen zu werden für soziale Innovationen, so Jonas.
Zukunftswerkstätten können dazu beitragen, mit Teams in der öffentlichen Verwaltung diese neuen Wege und Möglichkeitsräume zu erkunden, so Jonas. Dabei sei es Aufgabe der Moderation, Tabus zu reflektieren und zu ermuntern, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Als Beispiel nannte Jonas die Verknappung öffentlicher Mittel, die dazu anhalte, dennoch oder sogar deswegen innovative Schritte zu wagen.
Die Expertin hat z.B. eine in ihrer Organisation eine Zukunftswerkstatt anhand folgender Fragen durchgeführt:
- Die Fachkräftesituation bleibt dauerhaft dynamisch und auch “angespannt“
- Die gestiegene Volatilität und nicht lineare Planbarkeit bleiben bestehen
- Der Einsparungsdruck in den Kommunen/ Ländern bleibt bestehen
Resümee
Im Gespräch mit den Teilnehmenden wurden die Chancen betont, die Zukunftswerkstätten mit ihrem Dreischritt von der Analyse über die Phantasie hin zu einer neuen Realitätsebene bieten – im Sinne von Change Management und einer „konstruktivistischen Werkstatt“.

